Wilhelm Meister    About

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Künstlerstatement   [ENGLISH]

In meinen Arbeiten stehen einfache Formen wie Linien und Kreise für Entitäten unseres Universums. Mittels Wiederholung und Anordnung nach bestimmten Mustern vollziehe ich an ihnen die Prozesse unseres Lebens sowie die Wechselwirkungen und Beziehungen seiner Akteure nach. Einander widerstrebende Prinzipien werden vereint, ihre Spannung in jeder Konstellation aufs Neue zu lösen versucht.


Die Grundlage meiner Arbeit bildet die eigene Beobachtung, aber auch der Vergleich mit religiösen und naturwissenschaftlichen Konzepten. Die so entstehenden Arbeiten können als Karten oder Schnittzeichnungen gelesen werden, in denen sich die Betrachtenden verorten und gedanklich Position beziehen können.


Meine neuesten Malereien sind von der orthodoxen Ikonenmalerei inspirierte Landschaften, die aus den genannten Entitäten und ihren Prozessen bestehen. Wie in der Ikonenmalerei folgen Farbwahl, Schattierungen und Staffelung der Formen einer eigenen Logik, in der das Verhältnis von Innen zu Außen, Nähe zu Ferne, sowie eigenem zu fremdem Standpunkt infrage gestellt wird. Das Ergebnis ist eine Topologie des Lebens, in der hierarchische Raumordnungen aufgelöst werden. Es eröffnen sich neue Lesarten der unterschiedlich gefärbten Flächen als Figuren und die Frage, was dies für unsere moderne Welt und unser Verständnis von Beziehung, Ordnung und Perspektive bedeutet.

Artist Statement

In my work, simple shapes like lines and circles represent entities of our universe. Through repetition and arrangement according to specific patterns, I trace the processes of our lives, as well as the interactions and relationships of its actors. Contradictory principles are united, and their tension is resolved anew in each constellation.


My work is based on my own observations, but also on comparisons with religious and scientific concepts. The resulting works can be interpreted as maps or cross-sectional drawings, allowing viewers to locate themselves and take a position.


My most recent paintings are landscapes inspired by Orthodox icon painting, composed of the aforementioned entities and their processes. As in icon painting, the choice of colour, shading, and layering of forms follow their own logic, questioning the relationship between inside and outside, near and far, and one's own and another's perspective. The result is a topology of life in which hierarchical spatial orders are dissolved. New interpretations of the differently coloured surfaces as figures emerge, and the question arises as to what this means for our modern world and our understanding of relationships, order, and perspective.