In meinen Arbeiten stehen einfache Formen wie Linien und Kreise für Prozesse, Bestandteile und auch Akteure unseres Universums, unseres alltäglichen Lebens und unserer Beziehung zu Anderen, deren Wechselwirkungen ich mittels Wiederholung und Anordnung nach bestimmten Mustern steigender Komplexität spielerisch nachvollziehe. Einander widerstrebende Prinzipien werden vereint, ihre Spannung in jeder Konstellation aufs Neue gelöst.
Die Grundlage meiner Arbeit bildet die eigene Beobachtung, aber auch der Vergleich mit parallel existierenden, beispielsweise religiösen und naturwissenschaftlichen Konzepten. Die so entstehenden Arbeiten können als topographische Karten oder Schnittzeichnungen gelesen werden, in denen sich die Betrachtenden verorten und gedanklich Position beziehen können.
Dabei stellen sich Fragen sowohl zum Ursprung der Formen als auch zu den Folgen der Änderung ihrer Konstellation und damit der eigenen und fremden Perspektive, sowie das Verhältnis von Innen zu Außen und Nähe zu Ferne. Farbtöne, Schattierungen und Staffelung der Formen folgen ihrer eigenen Logik. Das Ergebnis ist eine Topologie zwischen Karte, Bild und Symbol, in der feste Blickpunkte und hierarchische Raumordnungen aufgelöst werden. Vorder- und Hintergrund scheinen gleichwertig und sich umzukehren, oder doch nicht? Und was bedeutet das für unsere moderne Welt wenn die unterschiedlich gefärbten Flächen als Entitäten, Figuren oder Gruppen von Menschen gelesen werden?
In my works, simple forms such as lines and circles stand for processes, components, and also agents of our universe, of everyday life, and of our relationship to others. I explore their interactions through repetition and arrangement according to patterns of increasing complexity. Opposing principles are brought together, and their tension is repeatedly resolved within each new configuration.
The basis of my work lies in personal observation as well as in comparisons with parallel systems of thought, such as religious and scientific concepts. The resulting works can be read as topographical maps or sectional drawings, in which viewers can situate themselves and take a mental position.
This raises questions about the origin of forms and the consequences of changing their configurations, and thus of shifting one’s own and others’ perspectives, as well as the relationship between inside and outside, near and far. Colours, shading, and the layering of forms follow their own internal logic. The result is a topology between map, image, and symbol in which fixed viewpoints and hierarchical spatial orders are dissolved. Foreground and background appear equivalent and may even seem to reverse, or do they? And what does this mean for our contemporary world when the differently coloured areas can be read as entities, figures, or groups of people?